Patrick Walter
12. März 2026

Mehr Freiheit für Ihren Heizungskeller

Die politische Landschaft in der Wärmewende ordnet sich neu: Das bisherige „Heizungsgesetz“ (GEG) wird abgeschafft und durch das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) ersetzt. Ziel der Bundesregierung ist es, die bürokratischen Hürden abzubauen und den Eigentümern wieder mehr Eigenverantwortung bei der Wahl ihrer Heizung zu geben.

Als Ihr Experten-Team von Graf Bad und Heizung haben wir die neuen Eckpunkte analysiert. Hier erfahren Sie, was der Wechsel vom GEG zum GMG für Ihr Zuhause im Markgräflerland konkret bedeutet.

 

GEG vs. GMG: Die wichtigsten Änderungen im Überblick

Das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) setzte auf strikte, kleinteilige Regelungen. Das neue GMG verfolgt einen technologieoffeneren und praxistauglicheren Ansatz.

 

1. Das Ende der 65-Prozent-Regel

Die pauschale Vorgabe, dass jede neue Heizung zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden muss, entfällt komplett. Damit gehört eine der meistdiskutierten Hürden des alten GEG der Vergangenheit an.

 

2. Technologieoffenheit im Heizungskeller

Das GMG setzt auf die Entscheidungsfreiheit der Eigentümer. Künftig können neben Wärmepumpen und Fernwärme auch weiterhin hybride Modelle, Biomasseheizungen sowie Gas- und Ölheizungen eingebaut werden. Es gibt keine verpflichtenden Regelungen mehr, die den Austausch funktionierender Systeme vorschreiben.

 

3. Die Einführung der „Bio-Treppe“

Wer sich ab dem Inkrafttreten des Gesetzes (geplant vor dem 01.07.2026) für eine neue Gas- oder Ölheizung entscheidet, muss eine wichtige Bedingung erfüllen: die Bio-Treppe.

  • Ab 01.01.2029: Die Heizung muss mit einem Anteil von mindestens 10 % klimafreundlichen Brennstoffen (wie Biomethan oder Bioöl) betrieben werden.
  • Bis 2040: Der Anteil der CO2-neutralen Brennstoffe steigt stufenweise an, um die Klimaziele sicherzustellen.
  • Kostenvorteil: Der CO2-Preis entfällt für diesen klimafreundlichen Brennstoffanteil, was die Betriebskosten abfedert.

 

Förderung und Mieterschutz

Gute Nachrichten für Sanierer: Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bleibt bis mindestens 2029 finanziell abgesichert. Gleichzeitig führt das GMG Regelungen ein, die Mieter vor überhöhten Nebenkosten durch den Einbau unwirtschaftlicher Heizsysteme schützen sollen.

 

Vereinfachte Wärmeplanung für die Region

Die Wärmeplanung ist ein zentrales Orientierungsinstrument für Kommunen. Das neue Gesetz sieht vor, dieses Verfahren vor allem für kleinere Kommunen unter 15.000 Einwohnern massiv zu vereinfachen – der Aufwand soll um bis zu 80 % sinken. Davon profitieren viele Gemeinden rund um Lörrach, die so schneller Planungssicherheit für ihre Bürger schaffen können.

 

Unser Fazit: Freiheit mit Verantwortung

Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz gibt Ihnen als Eigentümer die Freiheit zurück, selbst zu entscheiden, was am besten in Ihren Heizungskeller passt. Doch Vorsicht: Die „Bio-Treppe“ verschiebt die ökologische und finanzielle Verantwortung lediglich nach hinten.

Unser Experten-Rat: Auch wenn Öl und Gas wieder flexibler einsetzbar sind, bleibt die Wärmepumpe in Kombination mit Photovoltaik die wirtschaftlichste Lösung, um sich dauerhaft von fossilen Brennstoffpreisen und steigenden Bio-Quoten unabhängig zu machen.

Möchten Sie wissen, wie Sie die BEG-Förderung optimal für Ihr Projekt nutzen?
Besuchen Sie unsere nächsten Infoabende oder vereinbaren Sie eine persönliche Beratung bei uns in Kandern-Tannenkirch. Wir machen Ihr Zuhause fit für das neue GMG.

Graf-Community

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